Papstbesuch, Aktuelle Meldung
24.09.2011 - Nr. 045

24.09.2011: „Setzt eure Talente für Gott ein“

Papst Benedikt feierte Gebetsvigil mit Jugendlichen in Freiburg

Papst Benedikt XVI. hat die jungen Gläubigen aufgerufen, ihre Religiosität engagiert zu leben. „Habt den Mut, eure Talente und Begabungen für Gottes Reich einzusetzen und euch hinzugeben“, sagte der Papst am Samstagabend bei einer Gebetsvigil mit 23.000 Jugendlichen auf dem Freiburger Messegelände. „Der Schaden der Kirche kommt nicht von ihren Gegnern, sondern von den lauen Christen.“ Der Papst appellierte an die Jugend, sich von Christus, dem Licht der Welt, erleuchten zu lassen. „Es sind nicht unsere menschlichen Anstrengungen oder der technische Fortschritt unser Zeit, die Licht in die Welt bringen“, so das Kirchenoberhaupt.

Benedikt XVI. betonte gegenüber den Jugendlichen, dass Gott „keine Glanzleistungen“ fordere, sondern dass „sein Licht in euch scheint“. Es sei falsch zu glauben, ein Heiliger sei nur, wer asketische und moralische Höchstleistungen vollbringe. „Wagt es, glühende Heilige zu sein, in deren Augen und Herzen die Liebe Christi strahlt und die so der Welt Licht bringt“, so der Papst.

Benedikt XVI. mahnte die Gläubigen, sich nicht entmutigen zu lassen: „Christus, der von den Toten auferstanden ist, leuchtet in dieser Welt und gerade dort am hellsten, wo nach menschlichem Ermessen alles düster und hoffnungslos ist.“ Wer an Christus glaube, habe „sicherlich nicht immer Sonnenschein im Leben“, Leiden und Schwierigkeiten blieben ihm nicht erspart. Aber er habe stets „einen hellen Schein, der ihm einen Weg zeigt, der zum Leben in Fülle führt“. Der Papst ermunterte die Gläubigen dazu, sich gegenseitig zu bestärken: „Niemand kann glauben, wenn er nicht durch den Glauben der anderen gestützt wird.“

Der Papst verwies darauf, dass es immer noch das Böse in der Welt gebe. „Wir sehen es aber auch – und das erschreckt uns – in unserem eignen Leben“, so Benedikt XVI. „Ja, in unserem eigenen Herzen gibt es die Neigung zum Bösen, den Egoismus, den Neid, die Aggression.“ Hinzu kämen Trägheit und Schwerfälligkeit, die gute Taten und christliches Engagement behinderten. Aber ermutigend betonte Benedikt XVI.: „Christus achtet nicht so sehr darauf, wie oft ihr im Leben strauchelt, sondern wie oft ihr wieder aufsteht.“

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