Papstbesuch - Erzbistum Freiburg
24.09.2011 - Nr.

24.09.2011: Hoch zu Ross bei der Jugendvigil

Die berittene Polizei sorgt beim Papstbesuch für Sicherheit

16 fuchsrote Pferde unterstützen die rund 5.000 Beamten von Landes- und Bundespolizei bei ihrem Einsatz während des Papstbesuchs in Freiburg. Eine Beamtin erzählt auf dem Pferd sitzend, dass sie und ihre Kolleginnen und Kollegen auf dem Gelände des Freiburger Flughafens Streife reiten. „Von hier oben behalten wir im unwegsamen Gelände den Überblick“, erklärt sie. Auf dem Flugplatz, wo am Sonntagvormittag Benedikt VXI. mit zehntausenden Pilgerinnen und Pilgern die Heilige Messe feiert, gibt es viele Grünflächen, mit dem Pferd könne man sich da schnell bewegen.

Aber nicht nur, dass sie schnell und wendig sind, sei ein großer Vorteil. „Die Tiere wirken in stressigen Situationen beruhigend in der Menge und tragen so zur Deeskalation bei“, erklärt die Stuttgarter Polizistin den Einsatz der Pferde. Aber: „Hier sind alle recht friedliebend“, sagt sie und meint die Pilger, die zum Papstbesuch in den Breisgau gekommen sind. Das sei anders bei den typischen Einsätzen wie Fußballspielen oder Großdemonstrationen.

Ihr Pferd hat die Stuttgarter Beamtin aus der baden-württembergischen Hauptstadt mitgebracht, jeder Polizist habe sein Stammpferd, erzählt sie, aber zur Not könnten „natürlich auch andere Polizisten das jeweilige Pferd reiten, schließlich sind die Tiere für alle möglichen Stresssituationen ausgebildet“.

Die Pferde der Stuttgarter Staffel sind Württemberger – so heißt die Pferderasse. „Besonders ausdauernde Tiere“, lobt die Polizistin. Um zur berittenen Polizei zu kommen, muss man zwar die übliche Ausbildung durchlaufen, aber „reiten sollte man dann schon können“. Besonders häufig bewerben sich Frauen um den Dienst bei der Reiterstaffel: „Deshalb gibt es bei uns sogar eine Männerquote“, sagt die junge Beamtin stolz.

„Die Pferde werden im Dienst quasi wie ihre menschlichen Kollegen behandelt“, erzählt sie noch, etwa wenn es um Ruhe- und Arbeitszeiten gehe: „Nach 16 Stunden ist auch bei einem Pferd Schluss.“ Gefressen wird, wenn auch der Reiter Mittagspause macht. Doch die Vierbeiner lehnen einen kleinen Snack zwischendurch nicht ab: Die Beamten der bayerischen Grenzpolizei, die in der prallen Sonne die Zufahrt zum Gelände kontrollieren, reichen den Tieren ihrer baden-württembergischen Kollegen Äpfel. So gestärkt traben die Württemberger – Ross wie Reiter – zurück zum Dienst auf dem Flugplatz.

Text: Anja Pfeffermann

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