Veranstaltungsorte

 

Schloss Bellevue

Seit 1994 ist das Schloss Bellevue in Berlin der erste Amtssitz des Bundespräsidenten. Direkt am Spreeufer, inmitten des Tiergartens, unweit von Siegessäule, Bundestag und Brandenburger Tor liegt es im Zentrum der Hauptstadt Berlin.


Geschichte
Prinz August Ferdinand von Preußen, der jüngste Bruder von Friedrich dem Großen, ließ in den Jahren von 1785 bis 1787 von dem Architekten Michael Philipp Boumann das Schloss Bellevue errichten.

Im Zweiten Weltkrieg - bereits 1941 - wurde das Schloss schwer beschädigt. Vom Hauptflügel blieben nur noch die Außenwände stehen. Auch der Park und seine Gebäude lagen in Trümmern. Die beiden Seitenflügel blieben erhalten und wurden als Privatwohnungen genutzt.

1957 bestimmte der Deutsche Bundestag das Schloss zum zweiten Amts- und Wohnsitz des Bundespräsidenten. Bis 1959 wurde es wieder aufgebaut und für größere Empfänge nutzbar gemacht. In den Jahren 1986 und 1987 wurde das Schloss gründlich renoviert und teilweise neu gestaltet. Ziel war es, das Innere des Schlosses dem Charakter des äußeren historischen Erscheinungsbildes anzupassen.

Nachdem 1994 der erste Amtssitz des Bundespräsidenten von Bonn nach Berlin verlegt wurde, nahm der Veranstaltungsbetrieb im Schloss deutlich zu. Aus diesem Grund wurden schließlich Umbau- und Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Von Mai 2004 bis Dezember 2005 wurde Schloss Bellevue wieder zur Baustelle. Am 8. Januar 2006, dem Tag der Schlüsselübergabe, begrüßte Bundespräsident Horst Köhler die Bürger bei einem Tag der offenen Tür. Im März 2006 fand die kulturelle Wiedereröffnung mit Klassik, Pop und Kabarett statt.

Mehr Informationen auf der Internetseite des Bundespräsidenten

Adresse:
Schloss Bellevue, Spreeweg 1, 10557 Berlin

 

Der Bundestag – Der Reichstag – Das Herz der Demokratie

Im Herzen Berlins gelegen ist das Reichstagsgebäude mit seiner weit sichtbaren Glaskuppel mittlerweile zu einem der Wahrzeichen der Hauptstadt geworden, das täglich unzählige Besucher anlockt.


Geschichte
Am 30. Oktober 1991 entschied der Ältestenrat des Bundestages, dass der historische Reichstagsbau des Architekten Paul Wallot von 1894 als Sitz eines gesamtdeutschen Parlaments wiederhergestellt und genutzt werden solle. Die Ruine des Reichstagsgebäudes war in den sechziger Jahren wiederaufgebaut worden, wurde jedoch nicht als Parlamentsgebäude genutzt.

Den Auftrag zum Umbau des Reichstagsgebäudes nach dem Hauptstadtbeschluss erhielt der britische Architekt Sir Norman Foster nach einem internationalen Architekturwettbewerb.

Die Kuppel - Offen für Besucher
Mit dem Regierungsumzug im Jahr 1999 erhielt das Reichstagsgebäude wieder eine Kuppel. Sie ist von der Dachterrasse aus über eine Rampe öffentlich zugänglich und versorgt den Plenarsaal mit modernster Belichtungs- und Beleuchtungstechnik. Besucher können den Parlamentssitz seit der Aufnahme der parlamentarischen Arbeit im Reichstagsgebäude im Jahre 1999 über das Westportal betreten und von dort aus über zwei Fahrstühle zur Dachterrasse fahren. Oben in 24 Metern Höhe befindet sich auch ein Restaurant. Wer einen noch attraktiveren Rundblick über Berlin genießen will, gelangt zu Fuß zur 200 Quadratmeter großen Aussichtsplattform im oberen Teil der Kuppel. Sie liegt in einer Höhe von 40 Metern.

Die Leistung des Parlaments
Auf Bundesebene ist der Deutsche Bundestag das deutsche Parlament. Eine der Hauptfunktionen von Parlamenten ist der Beschluss von Gesetzen und die Kontrolle der Regierung. In den ersten Jahren nach dem Krieg entschied der Bundestag beispielsweise über die Rahmenbedingungen für Wirtschaftswachstum und Wiederaufbau, später ratifizierte er den Beitritt zu den Vereinten Nationen (1973), 1990 den Einigungsvertrag und am 20. Dezember 1990 nahm zum ersten Mal seit 1932 ein frei gewähltes gesamtdeutsches Parlament seine Arbeit auf. Seither stehen verstärkt europäische und globale Themen auf der Agenda. Durch die Abhängigkeit der Bundesregierung von den Mehrheitsverhältnissen im Deutschen Bundestag sind die Leistungen der Bundesregierung als Leistungen des Parlaments einzuordnen.

Mehr Informationen auf der Internetseite des Bundestags

Das Olympiastadion Berlin

Am 23. Juni 1996 feierte Papst Johannes Paul II. mit 90.000 Gläubigen einen Gottesdienst im Berliner Olympiastadion. Durch die Seligsprechung des Berliner Dompropstes Bernhard Lichtenberg an diesem Ort, der durch sein Gebet für die „verfolgten Juden“ und seine unbeirrte Haltung zum Nationalsozialismus bis heute Vorbild bleibt, wurde deutlich, dass es nicht darauf ankommt, wer ein Gebäude erbaut, sondern in welchem Geist dort gebetet und gefeiert wird.

1936 nach Plänen des Architekten Werner March für die Olympischen Spiele gebaut, wurde das Olympiastadion Berlin, im Westen des Stadtteils Charlottenburg, umfassend saniert und 2004 neu eingeweiht. Im Rahmen der Umbauarbeiten entstand neben einem umfangreichen Tagungs- und Pressebereich auch eine Stadionkapelle, in der sich regelmäßig eine ökumenische „Gemeinde“ vor wichtigen Sportveranstaltungen trifft. Das Olympiastadion Berlin ist nicht nur eine Sportstätte von Weltrang, es ist auch Veranstaltungsort für Tagungen und Kongresse und große Konzerte.

Das Stadion ist verkehrstechnisch sehr gut angebunden mit einer eigenen U- und S-Bahn-Station.

Mehr Informationen auf der Internetseite des Olympiastadions Berlin

Adresse:
Olympiastadion Berlin, Olympischer Platz 3, 14053 Berlin

 

Apostolische Nuntiatur

In Berlin-Neukölln wurde in unmittelbarer Nachbarschaft zur St. Johannes-Basilika – der größten katholischen Kirche Berlins und Sitz der polnischen Gemeinde – und dem Volkspark Hasenheide nach dem Umzug der Bundesregierung die „Botschaft des Papstes“ eingerichtet. Die Apostolische Nuntiatur mit ihrer sehenswerten Hauskapelle kann nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden.


Geschichte
Die Apostolischen Nuntiaturen als ständige Vertretungen des Papstes gibt es im Hinblick auf das Territorium Deutschlands seit dem 16. Jahrhundert. 1920 wurde durch Übereinkunft mit dem Deutschen Reich in Berlin eine Apostolische Nuntiatur eingerichtet und Eugenio Pacelli, der spätere Papst Pius XII., seit 1917 Nuntius in München, zum ersten Nuntius ernannt. Da es in Berlin noch kein Nuntiaturgebäude gab, blieb Pacelli auch nach seiner Ernennung zum Apostolischen Nuntius in München. In Berlin war er von 1925 bis 1929. In der Nacht vom 22. zum 23. November 1943 wurde die Berliner Nuntiatur in der Rauchstraße durch Bomben zerstört. Zwei Jahre nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde Muench im Jahre 1951 erster Apostolischer Nuntius in Bonn.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde Berlin wieder Regierungssitz. Infolgedessen ist der Apostolische Nuntius - auch als Doyen des Diplomatischen Corps - verpflichtet, seine Residenz am Sitz der Bundesregierung zu nehmen.

Das alte Nuntiaturgebäude in der Rauchstraße wurde im Krieg schwer beschädigt und dann ganz abgerissen. Für den notwendig gewordenen Neubau der Nuntiatur wurde schließlich ein im Besitz des Erzbistums befindliches Grundstück neben der St. Johannes-Basilika im Bezirk Neukölln gefunden, auf dem das neue Gebäude inzwischen errichtet worden ist.

Apostolischer Nuntius in Deutschland ist seit 15. Oktober 2007 Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset.

Mehr Informationen auf der Internetseite der Nuntiatur

Adresse:
Apostolische Nuntiatur, Lilienthalstr. 3A, 10965 Berlin

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