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Der Erfurter Dom

Der Erfurter Dom ist nicht nur wegen seiner Architektur weltberühmt. Die Bischofskathedrale thront auf dem Domberg leicht oberhalb der Stadt und prägt maßgeblich ihre Silhouette. Mit der Bistumsgründung im Jahr 742 wurde auch die erste Kirche auf dem heutigen Domberg errichtet. Mitte des 12. Jahrhunderts wurde schließlich mit dem Bau einer romanischen Basilika auf dem Domberg begonnen, die 1182 geweiht werden konnte. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Dom immer wieder im Stile der jeweiligen Epoche umgebaut und erweitert. Zwischenzeitlich musste gar der Berg erweitert werden, um dem stetig wachsenden Dom den nötigen Raum zu bieten.

Ein ganz besonderes Schmuckstück verbirgt sich im Inneren des Domes: Im mittleren Turm hängt die „Gloriosa“ - die größte freischwingende mittelalterliche Glocke der Welt. Im Juli 1497 wurde die fast 11,5 Tonnen schwere „Königin der Glocken“ gegossen und beeindruckt auch noch über 500 Jahre später die Menschen mit ihrem einmaligen Klang.

Evangelisches Augustinerkloster in Erfurt


Die ersten Augustinereremiten kamen 1266 nach Erfurt. 1277 begann der Orden mit dem Aufbau des Klosters. Von jeher zählten die Augustiner zu den wichtigsten geistigen Trägern der Universität Erfurt, für die sie zahlreiche wichtige Professoren stellten.

Am 17. Juli 1505 trat Martin Luther in das Erfurter Augustinerkloster ein. Nach seiner Priesterweihe las er am 2. Mai 1507 hier seine erste Messe. Bis 1511 lebte er im Erfurter Augustinerkloster. 1525 wurde die Klosterkirche der evangelischen Johannesgemeinde zugeordnet, 1559 wurde das Kloster wenige Jahre nach dem Tod des letzten Mönchs säkularisiert.

In der Folgezeit diente das Kloster für verschiedenste Zwecke: So beherbergte es im Laufe der Jahrhunderte unter anderem ein Gymnasium, eine Bibliothek, ein Waisenhaus und das Martinstift. Zwischen 1960 und 1993 diente das Kloster als Heimstätte für die Evangelische Predigerschule. Nach deren Schließung wurde die komplette Anlage grundlegend restauriert und modernisiert und dient heute als Tagungs- und Begegnungsstätte.

 

Wallfahrtskapelle Etzelsbach

Wo heute die Wallfahrtskapelle Etzelsbach steht, soll der Legende nach einst ein ganzes Dorf gestanden haben. Nach dessen Untergang wurde die Fläche in Ackerland umgewandelt. Als eines Tages ein Bauer die Äcker pflügen wollte, fielen seine Pferde an einer bestimmten Stelle immer wieder auf die Knie. Der Bauer begann an dieser Stelle zu graben und entdeckte unter dem Acker eine Holzschnitzerei. Er säuberte sie und erkannte ein Bild der Schmerzensmutter. Später ließ der Bauer an der Fundstelle eine Kapelle errichten, zu der fortan die Gläubigen pilgerten.

Die heutige Kapelle wurde 1897 errichtet und der in den Himmel aufgenommenen Mutter Gottes geweiht. Erste Wallfahrten nach Etzelsbach gab es aber wohl bereits lange vor dem Dreißigjährigen Krieg im 17. Jahrhundert. Damit ist die Kapelle der älteste Marienwallfahrtsort im gesamten Eichsfeld.

Große Wallfahrten finden in Etzelsbach vor allem rund um die Feste Mariä Heimsuchung (2. Juli), Maria Schnee (5. August), Mariä Aufnahme in den Himmel (15. August) und Mariä Geburt (8. September) statt. Besonders bekannt ist Etzelsbach vor allem für seine Pferdewallfahrt, während derer jährlich rund 300 Tiere zur Kapelle gebracht werden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wallfahrtskapelle-etzelsbach.de.

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